Geschichte
Die Anfänge des Modeschmucks gehen zurück auf das Ende des 19. Jahrhunderts und das Aufkommen der ersten Modezeitschriften.
In den Zentren der europäischen Monarchien, London, Paris, Berlin, Sankt Petersburg entwickelten sich am Ende des 19. Jahrhunderts eine Reihe von Modezeitschriften nach Amerikanischem Vorbild. - Harper's Bazaar erschien 1867 in New York. 1892 erschien die erste Ausgabe der Vogue in Paris - die sehr schnell sehr hohe Auflagen erreichten und in erster Linie modische Tendenzen der Höfe beschrieben. Ein besonders ergiebiges Feld der Berichterstattung stellten dabei die höfischen Trauerrituale und ihre Kleidervorschriften dar, die auf Grund der sehr engen verwandtschaftlichen Verflechtung der europäischen Fürstenhäuser häufig angewandt wurden, und somit bereits Automatismen von Schnelligkeit und Kurzlebigkeit der später entstehenden Modetrends vorwegnahmen.
Schmuck spielte im Kanon der höfischen Trauervorschriften eine wesentliche Rolle, zudem favorisierten die Höfe in dieser Zeit Schmuck aus preiswerten Materialien wie Eisen, Jett, Onyx oder schwarzem Glas, was die Vermittlung und den Erfolg in die Breite der Gesellschaft hinein erleichterte. Es entstanden erste Manufakturen zur Herstellung von Schmuck als Massenware.
Modelltafel eines Modeschmuckherstellers um 1900
Die, nicht zuletzt auf Grund der Weltausstellung 1900 in Paris sich als Wirtschaftsfaktor entwickelnde Haute Couture brachte es mit sich das eine Vielzahl von Handwerken einen immensen Aufschwung erlebten. So stellten sich Glasmacher und Gürtler auf die Herstellung von Schmuck ein. Bereits 1865 begann bereits Napoleone Corbella in Mailand mit der Herstellung von Halbzeug aus Messing zur Herstellung von Theater-Schmuck für die Italienischen Opernhäuser um später ebenfalls die ersten Modehäuser Mailands zu beliefern. Auch die Schmuckhersteller im konventionellen Bereich reagierten auf die veränderte Nachfrage im Bereich der Mode und stellten mehr und mehr auf industrielle Fertigung um. Es entstanden in dieser Zeit wichtige Zentren zur Herstellung von Modeschmuck wie zum Beispiel die Gablonzer Industrie in Gablonz in Tschechien.
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